Heiße Phönixe und tiefe Liebe – meine Rezension zu Salomé Joells Roman „Phönixschwingen: Feuer“

Höre dir die Folge alternativ auf Apple Podcast an!

Willkommen zu einer neuen Folge im Weltenwandler-Podcast! Über Instagram – das muss ich eingangs wirklich erwähnen – lernt man so einige Leute kennen, aber auch so einige Bücher. Die Autorin Salomé Joell habe ich über ihren Instagram Account kennengelernt und war sofort neugierig auf ihren neuen Fantasy-Roman „Phönix-Schwingen Feuer“. Über die Autorin selbst will ich gar nicht viel sagen, denn ich habe die Ehre sie in naher Zukunft interviewen zu dürfen. Deswegen heute der Fokus auf ihr Buch.

Um was geht’s? Protagonistin ist Ella. Sie lebt in Irland, wurde adoptiert und wird richtig mies von ihren Adoptiveltern behandelt. Sie hat keine Ahnung, wer ihre wirklichen Eltern sind und warum sie weggegeben wurde. Die Handlung geht damit los, dass man mitbekommt, wie Ella von einem Alptraum geplagt wird. Anscheinend wird sie immer wieder vom gleichen Traum verfolgt. Sie schläft kaum noch, so stark wird sie von diesem seltsamen Traum beeinträchtigt. Kurz darauf gibt es auf ihrer Schule einen neuen Schüler. Wie sollte es anders sein, als dass der Neue ein extrem heißer Typ ist, auf den sofort die hübschesten Mädchen stehen. Das Seltsame ist, dass bei der ersten Begegnung zwischen Ella und Kyle ihre Herzen im Gleichklang schlagen.

Herz das ist das Stichwort – denn Phönixschwingen ist in erster Linie – so mein Eindruck – eine Lovestory. Die beiden wollen es anfangs nicht wahrhaben, doch sie gehören zusammen. Diese Liebe entwickelt sich Seite für Seite, genauso wie man Seite für Seite mehr über Kyle und dessen besondere Familie erfährt. Denn nicht vergessen, Phönixschwingen ist auch noch ein Fantasyroman.

Zu den Charakteren:

Ich finde Ella ist eine sympathische Heldin. Sie schreinert gerne, was echt mal ein cooles Hobby für eine Frau ist. Sie ist intelligent und hat einen guten Charakter. Das merkt man zum Beispiel am Umgang mit ihrer Schwester.

Die Schwester Susan, die die leibliche Tochter der Adoptiveltern ist, ist der Liebling der Familie und wird ständig bevorzugt. Im Gegensatz zu Harry Potter und Dudley Dursley mögen die beiden Mädels sich aber. Ella ist immer besorgt um Susan und hilft ihr, wo sie kann. Und da zeigt sich schon mal, wie reif sie ist, dass sie das trennen kann, dass es die Eltern sind, die so blöd sind und dass Susan da nichts dafür kann. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich auch so nett sein könnte.

Dass Ella einem so sympathisch ist, liegt aber auch sicher daran, dass man Mitleid mit ihr hat. Sie wird einfach so schrecklich behandelt, dass ich richtigen Hass auf ihre Adoptiveltern schiebe. Ich habe Harry Potter schon erwähnt, die Außenseiter-Nummer funktioniert einfach immer, um Sympathien zu gewinnen. 

Funktionieren tut aber auch die Nummer: Heißer, mysteriöser Typ, auf den alle stehen, der aber eine unerklärliche Verbindung ausgerechnet zu unserer Protagonistin hat – Twilight lässt grüßen. Ich musste tatsächlich beim Lesen oft an andere Charaktere denken, aber was soll ich sagen, die Geschichte bietet trotzdem viel eigenes Potential. Interessant war, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive abwechselnd aus Ellas und Kyles Sicht geschildert wurde. Dies hatte den Vorteil, dass man auch mal die Gedanken des männlichen Charakters erfahren durfte. Das war super aufschlussreich, hat aber auch ein bisschen so diese Spannung und Faszination genommen, was denn der andere wirklich über die Person denkt. Ist aber trotzdem nichts Schlechtes, man wusste halt immer ein bisschen mehr als Ella bzw. Kyle. Kyle selbst hat sich echt wie ein Arschloch anfangs benommen, mit der Zeit wird er aber tatsächlich immer süßer. Trotzdem konnte ich immer gut auch Kyles Beweggründe nachvollziehen, auch aus seiner Arschlochzeit. Seine Familie ist super nett, das reinste Gegenteil von Ellas Horroreltern. Es hat echt Spaß gemacht, auch seine Mutter und seinen Vater zu erleben. 

Neben den Hauptcharakteren und deren Eltern spielen Ava, Ellas beste Freundin und ihr Bruder Nerd-Bruder Ryan, eine Rolle. Die Figuren sind ganz nett, bleiben aber ziemlich blass im Vergleich zu Ella und Ryan. Ava ist halt die typische beste Freundin, die der Hauptperson gut zu redet und Ratschläge erteilt. Ihr Bruder hilft den zwei Frauen, etwas über Kyles Identität zu erfahren, denn er kennt einen Fantasyroman, der das beschreibt, was Ella in Kyles Gegenwart fühlt. Dieses Buch ist dann der Schlüssel zu allem. Da weiß ich noch nicht so viel, was ich davon halten soll, weil mir das etwas konstruiert vorkam. Ich weiß auch nicht, ob das für die Handlung wirklich von Relevanz war. Einige Dinge sind noch nicht aufgeklärt, aber es kommen, hoffentlich bald die Folgebänder.

Zu meinem Gesamteindruck: Ich fand das Buch toll. Es war sehr kurzweilig, mit „nur“ 247 Seiten war das auch mal eine nette Abwechslung zu den fetten Schinken, die ich oft lese. Die Geschichte liest sich wirklich sehr, sehr flüssig. Also ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mittlerweile bin ich nach einem Arbeitstag so fertig, dass ich Romane mit flüssigem, einfachen, bildreichen Schreibstil echt besser finde. Ich habe mich jedenfalls den ganzen Tag schon gefreut, endlich abends weiterlesen zu können. Trotz der vielen bekannten Elemente fand ich die Geschichte trotzdem sehr innovativ. Es war fast durchgehend spannend, also es gab schon mal kürzere Strecken, in denen ich mir dachte, okay jetzt kann’s weitergehen, ich habe das Gefühl, jetzt bleibt es stehen, aber im Großen und Ganzen wurde der Spannungsbogen exzellent hochgehalten. Das Ende war dann auch nochmal wirklich besonders spannend, da gab es eine super Wendung. Total unerwartet.

Die Hauptfiguren sind gut entworfen, meistens kann man ihre Handlungen nachvollziehen. Von den Nebencharakteren hätte man mehr erwarten können, doch es ist halt auch einfach eine Liebesgeschichte und da steht das Liebespaar im Mittelpunkt. Die Fantasy-Elemente waren nicht sonderlich dominant, was aber nur noch mehr Lust macht auf den zweiten Band. Ich kann mir gut vorstellen, dass man da dann mehr über die Phönixe erfährt und über der, die oder das, was Ella in ihren Träumen verfolgt. 

Auch das Cover passt super gut und ist ansprechend. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und sage danke an die Autorin Salomé Joell für ihr mega Buch!

Danke auch an euch, dass ihr mit dabei wart. Ich würde mich freuen, wenn ihr den Podcast abonniert und eine Bewertung hinterlasst! Danke und bis zum nächsten Mal!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben